Der zweite Wagen, der meistens steht
In vielen Haushalten in Oberhausen steht ein zweites Auto vor der Tür, das irgendwann einmal dringend gebraucht wurde: für den Arbeitsweg nach Duisburg oder Essen, für die Kinder, für den Schichtdienst. Dann ändert sich etwas. Der Job wechselt ins Homeoffice, die Kinder sind aus dem Haus, ein Partner fährt inzwischen mit Bus und Bahn. Der Zweitwagen bewegt sich nur noch alle paar Wochen, kostet aber weiter Geld. Spätestens wenn die nächste Hauptuntersuchung oder eine Reparatur ansteht, stellt sich die Frage: behalten oder verkaufen?
Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die Entscheidung nüchtern zu treffen. Er zeigt, welche Kosten ein selten genutztes Auto verursacht, welche Alternativen es in Oberhausen gibt und worauf Sie beim Verkauf achten sollten.
Was ein selten genutztes Auto kostet
Viele unterschätzen die Kosten eines Zweitwagens, weil die großen Posten nicht monatlich anfallen. Machen Sie eine ehrliche Aufstellung für ein Jahr:
- Kfz-Steuer laut Steuerbescheid
- Versicherung laut Beitragsrechnung, Haftpflicht und gegebenenfalls Kasko
- Hauptuntersuchung, bei den meisten Autos alle zwei Jahre, dazu mögliche Reparaturen, damit die Plakette erteilt wird
- Wartung und Verschleiß: Inspektionen, Reifen, Batterie
- Stellplatz, falls Sie einen Garagenplatz oder Anwohnerparkausweis bezahlen
- Wertverlust: Ein Auto verliert mit jedem Jahr an Wert, auch wenn es nur steht
Teilen Sie die Summe durch die Zahl der Fahrten, die Sie im Jahr tatsächlich mit dem Wagen machen. Das Ergebnis ist oft überraschend hoch und eine gute Grundlage für die Entscheidung.
Standschäden: Stehen ist nicht gut für ein Auto
Ein Auto, das wochenlang nicht bewegt wird, altert trotzdem. Die Starterbatterie entlädt sich, weil auch im Stand Verbraucher Strom ziehen. Bremsscheiben setzen Flugrost an, Reifen können Standplatten bekommen, Dichtungen werden spröde. Wer den Wagen dann doch einmal braucht, steht nicht selten vor einem Auto, das nicht anspringt. Je länger ein Zweitwagen ungenutzt bleibt, desto eher lohnt es sich, ihn zu verkaufen, solange er noch fahrbereit ist und eine gültige Hauptuntersuchung hat.
Welche Alternativen es in Oberhausen gibt
Bus und Bahn
Oberhausen gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Busse und Straßenbahnen der STOAG verbinden die Stadtteile, vom Hauptbahnhof aus fahren Regionalzüge in die Nachbarstädte. Mit einem Abo oder dem Deutschlandticket lassen sich viele Wege ohne eigenes Auto erledigen. Prüfen Sie für Ihre regelmäßigen Strecken, wie lange die Fahrt dauert und wie oft Verbindungen fahren.
Fahrrad
Für kurze Wege innerhalb der Stadt ist das Fahrrad oft schneller als gedacht. Entlang des Rhein-Herne-Kanals und der Emscher gibt es gut befahrbare Radwege, die mehrere Stadtteile verbinden.
Teilen und mieten
Für den gelegentlichen Großeinkauf, den Umzug oder den Ausflug am Wochenende können Carsharing, ein Mietwagen oder das Auto im Familienkreis reichen. Rechnen Sie grob durch, wie oft Sie so etwas im Jahr bräuchten.
Saisonkennzeichen
Wenn der Zweitwagen nur in bestimmten Monaten gebraucht wird, etwa im Sommer, kann ein Saisonkennzeichen eine Alternative zum Verkauf sein. Steuer und Versicherung fallen dann nur für den gewählten Zeitraum an. Der Wertverlust und die Standschäden bleiben allerdings.
Versicherung und Schadenfreiheitsrabatt
Ein häufiger Grund, den Zweitwagen zu behalten, ist der Schadenfreiheitsrabatt. Verkaufen Sie das Auto, geht dieser Rabatt in der Regel nicht verloren. Viele Versicherer heben ihn eine gewisse Zeit auf, sodass Sie ihn später auf ein anderes Fahrzeug übertragen können. Welche Fristen gelten, steht in Ihren Versicherungsbedingungen, im Zweifel fragen Sie direkt nach. Nach dem Verkauf und der Abmeldung endet der Vertrag für das verkaufte Auto. Wie das abläuft, beschreibt unser Ratgeber Auto verkaufen und abmelden.
Den Zweitwagen verkaufen: so gehen Sie vor
Ist die Entscheidung gefallen, lohnt es sich, nicht lange zu warten. Ein Auto mit frischer oder noch länger gültiger Hauptuntersuchung ist leichter zu verkaufen als eines, bei dem die Plakette gerade abgelaufen ist. Laden Sie die Batterie, wenn das Auto lange gestanden hat, und fahren Sie ein paar Kilometer, bevor Interessenten oder ein Ankäufer kommen. Legen Sie Fahrzeugpapiere, Serviceheft, Rechnungen und alle Schlüssel bereit. Eine gründliche Reinigung von innen und außen sorgt für einen guten ersten Eindruck.
Zum Kaufvertrag und zu den Angaben, die hineingehören, lesen Sie unseren Ratgeber Kaufvertrag beim Autoverkauf. Ist der HU-Termin schon überschritten, hilft der Artikel Auto ohne TÜV verkaufen.
Zweitwagen in Oberhausen an uns verkaufen
Wenn Sie Ihren Zweitwagen an uns verkaufen möchten, genügen für eine erste Einschätzung Marke, Modell, Erstzulassung, Kilometerstand, HU-Termin und ein paar Fotos. Wir vereinbaren einen Termin bei Ihnen im Stadtteil, sehen uns das Auto an und erklären, wie das Angebot zustande kommt. Es gibt einen schriftlichen Kaufvertrag, und die Abmeldung wird im Vertrag geregelt. Mehr zum Ablauf finden Sie unter Autoankauf Oberhausen.
Häufige Fragen zum Verkauf des Zweitwagens
Verliere ich meinen Schadenfreiheitsrabatt, wenn ich den Zweitwagen verkaufe?
In der Regel nicht. Versicherer bewahren den Rabatt meist eine bestimmte Zeit auf. Die genaue Frist steht in Ihren Versicherungsbedingungen.
Lohnt sich ein Saisonkennzeichen statt eines Verkaufs?
Das kann sich lohnen, wenn Sie das Auto regelmäßig in bestimmten Monaten nutzen. Wertverlust und Standschäden entstehen aber weiterhin.
Was tun, wenn der Zweitwagen nach langem Stehen nicht anspringt?
Meist ist die Starterbatterie entladen. Laden Sie sie oder lassen Sie sie prüfen. Auch ein nicht fahrbereites Auto kann verkauft werden, die Einschätzung fällt dann aber vorsichtiger aus.
Muss ich den Zweitwagen vor dem Verkauf abmelden?
Nein. Wer abmeldet, wird im Kaufvertrag geregelt. Wichtig ist, dass die Abmeldung oder Ummeldung zeitnah erfolgt und Sie einen Nachweis erhalten.
Auto in Oberhausen verkaufen?
Schicken Sie uns die Eckdaten Ihres Autos. Die Einschätzung ist kostenlos und unverbindlich.